58. Glückskinder 

von Ole

Im Zelt an der alten Straße vor Repvåg. Gegen 23:00 Uhr drückte die Blase. Normalerweise hätte ich noch gewartet, aber es bestand die Chance auf Polarlichter. Die Sonnenaktivität war laut App hoch und der Himmel war beim Zähneputzen noch wolkenlos gewesen.

Allerdings war es ziemlich hell. Der Mond sorgte für Beleuchtung. Am schwarzen Nachthimmel in Gegenrichtung über dem Zelt war trotzdem ein grüner Schimmer zu sehen. Polarlicht!

Andrea folgte mit der Kamera. Auf manuellen Fokus eingestellt (Autofokus funktioniert bei Dunkelheit nicht) und mit 30 Sekunden Belichtungszeit. Die Kamera in der Hand haltend ging das nur verwackelt, das Stativ war der Gewichtseinsparung zum Opfer gefallen. Aber das Polarlicht bewegte sich eh und der Rest war schwarz.

Dann holte ich meinen Wäschebeutel aus dem Zelt, auf dem wir die Kamera ablegen konnten, wenn auch etwas schief. Die Bilder wurden besser. Dann machte ich im Zelt die Stirnlampe an. Genial.
Gleichzeitig wurde das Polarlicht immer intensiver. Es war beeindruckend, es bei so hellem Mondschein so klar zu sehen. Ein wahres Geschenk. Wir genossen es, bis es uns zu kalt wurde. Dann zitterten wir uns im Schlafsack wieder warm.

2 Gedanken zu “58. Glückskinder 

  1. Hallo Ihr Zwei, die Bilder sind ja traumhaft. So etwas in natura zu sehen, ist schon ein Erlebnis, um das wir Euch beneiden. Für Euer Durchhaltevermögen auf dieser Strecke bewundern wir Euch. Gestern erfuhren wir von Heike, dass es nur noch 15 km bis zum Nordkap sind. Jetzt, zu dieser Zeit habt Ihr es wahrscheinlich schon geschafft und die vielen Touristen dort werden Euch sicher nerven. Wir waren ja auch schon mal da und standen um Mitternacht bei einem unwirklichen Sonnenschein im Juni dort staunend inmitten vieler Touristen. Aber es war ein Erlebnis. Wir haben dank der tollen Berichte Eure Reise immer mitverfolgt und waren fasziniert von der Landschaft, beeindruckt den Leuten, denen Ihr begnet seid, von den Strapazen, die Ihr auf Euch genommen habt, von Mücken, Regengüssen, überschwemmten Wegen, Schnee im Sommer, Fertignahrung und von so viel Schokolade essen. Eure Berichte waren spannend wie ein guter Roman. Nun wünschen wir Euch für die Rückfahrt mit dem Schiff der Hurtigroute eine erholsame Zeit und eine glückliche Ankunft in München. Liebe Grüße Birgit und Holger
    P.S. Wir haben gerade ein paar Wandertage im Zittauer Gebirge hinter uns. Sehr zu empfehlen. Ist auch was für Bergsteiger (Andrea?) Ganz viele Möglichkeiten dort um auf Felsen zu klettern.

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