04. Anreise nach Triest

von Ole

Der Wecker klingelte am Samstag den 11. Mai um 6:00 Uhr, zum Glück eine Minute nachdem ich aufgewacht war. Um 6:15 Uhr saß ich – nach einem schönen Team-Essen am Vorabend und einer kurzen Nacht – im Auto von Stuttgart nach München. Dank Christine war ich um 8:45 Uhr zu Hause, sogar noch rechtzeitig für ein kleines Frühstück.

Da die S-Bahn Stammstrecke (mal wieder) gesperrt war, nahmen Andrea und ich ein Taxi zum Flughafen. Dort überstanden wir die körperliche Attacke ungehobelter Vordrängler an der Security und flogen wie geplant um 11:30 Uhr ab. Ich schlief nach der kurzen Nacht sofort ein und wachte erst 15 Meter über italienischem Boden wieder auf.

Die Rucksäcke kamen heil an, obwohl wir sie weder verpackt, noch – trotz gegenteiliger Anweisung – am Sperrgepäck abgegeben hatten (lange Schlange). Wir fanden den Bahnhof schnell und waren mit gekauften und separat abgestempelten (gelernt ist gelernt) Tickets kurze Zeit später am Hauptbahnhof von Triest. Das hatte mal alles gut geklappt, nicht selbstverständlich.

Andrea lotste uns durch die kleinen Gassen von Triest zu unserem Hotel. Klein und niedlich, ein Etagen-Hotel in einem normalen Wohnblock.

Bald schon schlenderten wir dann auf der Suche nach etwas zu essen durch Triest. Am Canale Grande wurden wir fündig. Pizza mit sehr lange gegangenem Kamut-Teig (nach 30 Stunden Gehzeit sah der Teig irgendwie blau aus) und Nudeln mit Meeresfrüchten. Dann noch kurz an der Hafenpromenade entlang und zurück durch die Altstadt – mit Schokoladeneis (nachdem wir eine Eisdiele mit langer Schlange als Qualitätsmerkmal gefunden hatten). Triest gefiel uns.

Es folgte ein tiefer Nachmittagsschlaf. Zum Glück rafften wir uns dann doch noch zum Abendessen auf. Wir fanden das Fischrestaurant in der Altstadt wieder, das uns am Nachmittag bereits angelächelt hatte, und wurden nicht enttäuscht. Wir teilten uns drei Gänge, nämlich Moscardini (kleine Tintenfische), Ravioli mit Fisch und ein großes Fritto Misto. Alles super lecker! Dazu ein Glas Wein. Auch die Atmosphäre in dem kleinen urigen Restaurant war schön, wir fühlten uns sehr willkommen.

Zum Glück hatten wir vor vielen Jahren während Andreas Zeit in Genua etwas Wichtiges über die Italienische Küche verstanden: Es schaut einen niemand schief an, wenn man die typischen drei Gänge – erst Antipasto, dann Primo mit Nudeln oder Risotto und schließlich Secondo mit Fisch oder Fleisch – jeweils teilt, falls der Hunger oder der Geldbeutel nicht reichen. Eher kann man mal mitleidige Blicke ernten, wenn man nur einen einzigen Gang isst.

Mit vollen Bäuchen schlenderten wir zum Hotel zurück, wo wir schnell einschliefen. Dank der sehr lauten Straße vor dem Fenster schlief Andrea leider sehr schlecht. Mein Schlafmangel sorgte dafür, dass ich von der lauten Straße nichts mitbekam.

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