08. Skocjanske Jame – Höhlen bei Matavun

von Ole

Um 12:00 Uhr begann die Besichtigung der Höhlen Skocjanske Jame bei Matavun. Etwa 50 Personen machten sich auf den Weg zum 600 Meter entfernten Höhleneingang. Eine lange Schlange. Das konnte ja heiter werden. Zum Glück teilten wir uns in zwei Gruppen auf und wir erwischten die kleinere.

Durch einen Stollen erreichten wir zuerst die „Stille Höhle“. Diese liegt deutlich über dem heutigen Flussniveau, dadurch fließt kein Wasser mehr hindurch und es ist entsprechend kein Rauschen zu hören. Riesig. Immer wieder tolle Tropfsteinformationen. Einzelne Stalaktiten und Stalagmiten, Säulen, ganze Vorhänge, Orgelpfeifen. Der erleuchtete Weg zeigte immer wieder die riesigen Dimensionen der Höhle. Insgesamt gingen wir über zwei Kilometer unterirdisch.

Beeindruckend war die große Kammer mit über 40 Metern Deckenhöhe. Die Decke fast ganz weiß, reines Calziumcarbonat. Dazwischen vereinzelt rote (Eisen), schwarze (Mangan) und grüne (Moos) Stellen. Tatsächlich, obwohl das Licht immer nur für die Gruppen eingeschaltet wird und unsere Führerin es auch hinter uns wieder ausschaltete, wuchsen Moose und teilweise sogar kleine Pflanzen in der ansonsten dunklen Höhle. Die Natur erobert sich alle Ecken.

Dann kamen wir in die Höhle mit dem Canyon. Wieder beeindruckende Dimensionen. Dazu noch eine ziemliche Lautstärke des 45 Meter unter uns gurgelnden Wassers. Wir sahen die Klettersteige, die die Erkunder der Höhle vor über 150 Jahren angelegt hatten, um sich immer weiter hinein zu wagen. Unglaublich, wozu der Entdeckergeist die Menschen immer wieder treiben kann. Toll, durch die Höhlen jetzt auf einem verhältnismäßig einfachen Weg durchgehen zu können. Besonders beeindruckend war es, als unsere Führerin das Licht ausschaltete und die riesige Höhle, die wir gerade durchschritten hatten, einfach verschwand. Die Entdecker hatten Lampen, mit denen sie vielleicht 5-10 Meter ausleuchten konnten. Wahnsinn.

Am Ende sahen wir noch Sinterterassen und lernten, dass Wind nicht nur Bäume, sondern auch Tropfsteine schief wachsen lassen kann. Dann ging es durch eine riesige Doline – hier war das Höhlendach eingestürzt – nach draußen und mit einer kleinen Seilbahn wieder zum Ausgangspunkt zurück.

 

Tropfsteine in der Stillen Höhle

Riesige Dimensionen

Auf der Brücke über den Canyon – im Hintergrund der Klettersteig der Entdecker

Der unterirdische Canyon

Sinterterassen

Wieder im Hellen

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