43. Ruhetag in Bormio

Tag 16, Ruhetag in Bormio 

von Ole

Nach der Ankunft im Hotel in Bormio wuschen wir uns in unserem Marmorbad erst einmal den Schweiß von der Haut und ganz profan die Wäsche im Waschbecken. Der Balkon war allerdings deutlich zu klein für die ganze Wäsche und bekam zum Trocknen der Socken zu wenig Sonne. 

Wir suchten und fanden Tanja und Sepp kurz darauf im warmen Bubblewasser, also in einem der viele Thermalbecken im weitläufigen Gelände der Therme, die zum Hotel gehörte. Die Muskeln entspannten in der angenehmen Wärme.

Der Garten war toll angelegt und bot viele Gelegenheiten zu entspannen. Ich entdeckte zum Beispiel noch eine mit Holz geheizte Sauna und fand Andrea und unsere Freunde kurz darauf in einem großen Wasserbottich wieder. In diesem schönen Garten und Thermalbereich würden wir am Folgetag trotz nicht ganz einfacher weiterer Planung entspannen können.

Abends ging es zu viert im Auto nach Bormio hinunter in ein Restaurant. Dort hatte ich von unterwegs die Reservierung von Tanja und Sepp bereits von 2 auf 4 Personen aufgestocken können. Mit süßsauer eingelegter Forelle, mit Käse gefülltem „Buchweizen-Schmalzgebäck“, dünnen, aufgerollten und mit Käse gefüllten Buchweizencrepes, Pizzocheri (Buchweizennudeln, die wir aus dem Valle Maggia im Tessin schon kannten) und Polenta mit Hirschragout und vielen Erzählungen und viel Lachen verging der Abend wie im Flug. 

Am Ruhetag trafen wir uns zu einem entspannten Frühstück im großen Ballsaal. Sepp und Tanja stürzten sich danach in Aktivität und gingen wandern, wir schrieben kurz und gingen dann in den Garten, um zu planen. Leider quetschte Andrea sich dabei an einer (kaputten) Liege ziemlich blöd den Daumen. Das war allerdings neben den nicht mehr ganz perfekten Wetteraussichten das einzig Negative an diesem Tag.

Wider Erwarten schnell hatten wir telefonisch zwei italienische Hütten reserviert. Mir half beim Telefonieren das Üben mit meinen italienische Kollegen in den letzten Wochen. Noch ein Hotel für den ersten Abend und gleich eines für den nächsten Ruhetag in Poschiavo. Um 10:30 Uhr war erledigt, wovor uns insbesondere jetzt zu Ferragosto (15. August) etwas gegraut hatte. Wider Erwarten war nicht absolut alles ausgebucht. Der Ruhetag konnte kommen.

Nur der Wetterbericht machte uns für den nächsten Tag etwas einen Strich durch die Rechnung. Wir würden wohl am nächsten Tag nicht die 20 Kilometer vom Umbrail-Pass nach San Carlo (statt Arnoga, dort war das Hotel tatsächlich ausgebucht) gehen, sondern uns „nur“ gute 15 Kilometer an den Lago di Cancano fahren lassen, und von dort aus nach San Carlo laufen. Es sollte sehr regnerisch werden soll, da mussten wir nicht auf 2.400 Meter Höhe in hochalpinen Gelände starten, sondern stiegen lieber deutlich weiter unten in die Etappe ein.

Mit heißen Bädern und einer Schlammpackung (Ole) ließen wir den Vormittag ausklingen. 

Zu Mittag gab es ein kaltes Buffet im Ballsaal. Erstaunlicher Weise waren wir dort overdressed, wir hatten uns nämlich noch in unsere Ausgehklamotten geschmissen, während über 80% der Gäste in ihren Bademänteln zum Mittagessen kamen.

Es folgte ein sehr ruhiger Nachmittag mit Schlafen, Lesen und Bloggen. Ich genoss eine kurze Massage für Schultern und Waden und wir genossen danach noch Dampfbäder und diverse Thermalbecken.

Abends kauften wir noch kurz ein. Dann bummelten wir zu viert durch Bormio, genossen einen Aperitivo und fanden im gefühlt 10. Restaurant endlich einen freien Tisch. Die Kombination aus Sonntagabend und dem Feiertag am nächsten Tag machten es fast unmöglich. Das Essen war trotzdem lecker. Sehr schön, diesen Ruhetag teilweise zu viert genossen zu haben.

Am nächsten Morgen ging der Ruhetag noch ein bisschen weiter. Die Wolken hingen tief und es war gut, dass wir keine Hektik gemacht hatten. Am Passo Umbrail hätten wir vermutlich wenig gesehen. So genossen wir noch ein entspanntes gemeinsames Frühstück, checkten in Bademänteln aus und ließen uns noch eine gute Stunde in der Therme nieder. Um 11:30 Uhr wartete das Taxi auf uns, das uns zum Lago di Cancano bringen sollte.

Unser Hotel vom Garten aus
Der Eingangsbereich
Planung im Garten
Wandererliege, so trockneten die gewaschenen Strümpfe wenigstens
Großes Fass mit warmem Wasser, der etwas gequetschte Daumen ganz chic rot eingewickelt
Manchmal ist es echt anstrengend, soooo viel Auswahl an Thermalbecken
Ballsaal für Frühstück und Mittagessen
Mit Tanja und Sepp in Bormio
Abendstimmung
Neue Wanderermode … im Bademantel zum check out

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