62. Best of Sprüche

Immer wieder konnten wir uns über gute Sprüche oder Situationskomik während unserer Wanderung freuen. Es gab dann häufig einen Extraschub Energie. Einige davon wollen wir gern in Erinnerung behalten und Euch nicht vorenthalten.

Vor der Abreise

Andrea: ”Schade, dass wir den Sommer in München verpassen.”

Ole: ”Streiche ‘ in München’.”

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Nach dem ersten Wegstück ohne Markierungen und nach dem überspülten Damm, als wir weitere 7 km querfeldein laufen mussten und ziemlich fertig waren.

Ole: (trocken) “Bear Grylls hätte heute auch nichts anderes gemacht. Nur die beiden Frösche, die wir gesehen haben, hätte er noch gegessen.”

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Ankunft in Vaisaluokta. Frage, ob wir in der Hütte schlafen wollen, wo uns aber möglicherweise Mücken nachts genau davon abhalten, oder ob wir alternativ einen Platz für das Zelt suchen.

Wir: “Gibt es hier in der Hütte Mücken?”

Hüttenwartin: (souverän) “Ich mag Mücken nicht, deswegen sind hier keine.”

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Ole: (entnervt von den Mücken) “Ich hasse es, wenn die Mücken gegen die Stirn fliegen, vom DEET beduselt runterfallen und sich dann im Bart verheddern.”

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Unterhaltung in der Hütte Abiskojaure mit einem Schweden.

Schwede: “And you are still married after 10 weeks hiking out there?”

Wir: “Yes, we didn’t find a lawyer out there.”

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Ole blickt auf ein Foto von sich selber im schwarzen T-Shirt nach einigen Wochen unterwegs.

Ole: (strahlend) “Schwarz macht schlank.”

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Zwei müde Wanderer auf den letzten Kilometern des Tages. Auf der Straße war es zwar gut vorangegangen, aber der Tag hatte seine Spuren hinterlassen.

Fremder Mann: (von der Veranda eines Hauses) “Norge på langs?”

Ole: “Two thirds of it.”

Fremder Mann: “Do you want some refreshments?”

Andrea: (breit grinsend) “Always!

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Unterhaltung mit Mina über den Gemütszustand auf der Tour.

Mina: “70% of the time it is really tough and not nice at all.”

Wir: “Oh yes.”

Danach ging es drei Leuten besser.

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Lieblingsfluch von Markus. Hilft bei Mücken, Matsch, Steinen, reißenden Flüssen, Auto fahrenden Hüttengästen, und Touristen, denen der Weißwein falsch temperiert ist oder denen es zu viele Mücken hier gibt. 

Markus: “Fuck me sideways.”

Kann vermutlich auch noch universaler verwendet werden.

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Kiruna, Jakt and Fiske Laden. Andrea hatte sich gerade eine neue Hose gekauft.

Verkäufer: (zu dem mittlerweile fast dürren Ole in seiner viel zu weiten Hose) “And now we find a pair of trousers that is fitting you.”

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Diskussion mit Markus in Kiruna beim Abendessen über mögliche weitere (im wahrsten Sinne des Wortes) Weitwanderwege.

Markus: “Auf dem Appalachian Trail gibt es Arschlochbären.”

Deutlich später in Skarsvåg.

Ole: (sich selber über die Rippen streichend) “Jetzt kann ich den Appalachian Trail machen, für die Bären bin ich nicht mehr interessant.”

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Huskyfarm Innset, Zugabe zum Frühstück von anderen Gästen.

Andere Gäste: “Hier sind Brot, Erdnussbutter und Schokoladencreme für Euch, quasi Snickers auf Brot.”

Danach lief der Tag wie geschmiert.

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In der Gaskashütte

Stefan: (freundlich lächelnd) “Ich bin in Österreich losgelaufen zum Nordkap.”

Offene Münder und ehrfürchtiges Schweigen.

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Wettervorhersage für den Tag: Sonne. Realität: Tief hängende dunkle Wolken und Regen.

Linus: (als er uns überholte) “A bit too much rain for a sunny day.”

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Mal wieder noch hungrig nach der Mittagspause unterwegs.

Andrea: “Zuhause gibt es jetzt Zwetschgenkuchen.”

Ole: (mit großen Augen und sehnsüchtigem Blick) “Mit Schlagsahne?”

Den gab es dann tatsächlich auf der Rückreise bei Gerda und Wölfi in Hamburg

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Während einer Pause.

Andrea: “Gib mir mal die Schokolade.”

Von Ole keine Reaktion.

Andrea: “Fehlte das Zauberwort?”

Wieder keine Reaktion.

Andrea: “DALLI!”

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Nach einer Flussquerung. Auftritt Familie mit Mann, Frau, Tochter.

Andrea: “Am besten kommt man dort rechts in einem großen Bogen über den Fluss.”

Mann: (angriffslustig) “Und warum nicht hier?”

Andrea: (erst verblüfft) “Weil hier der Abstand zwischen den Steinen zu groß ist?” (dann, sich das Lachen verkneifend) “Ihr könnt es hier probieren wenn Ihr wollt.”

Familie Richtung Fluss ab.

Andrea: (zu Ole) “Warum sind so viele Deiner Geschlechtsgenossen solche VOLLHORSTE?”

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Nach einer Strecke mit sehr viel Auf und Ab.

Ole: “Heute haben wir die seven summits an einem einzigen Hang geschafft.”

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Vor einem besonders langen Tag, über besonders übles Gelände bei besonders schlechtem Wetter.

Andrea: “Ich habe mich heute auf zehn Stunden Kotzen eingestellt. Wenn wir dann schneller an der Hütte sind, ist alles gut.”

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Nach der Ankunft in Kilpisjärvi, wir beide liefen nach 9 Tagen mit 170 km etwas unrund.

Ole: (grinsend) “Humpel, humpel, mors, mors.”

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Andrea kommt morgens aus dem Badezimmer. Es hat etwas länger gedauert. Ole wartet schon ungeduldig, dass es endlich zum Frühstück geht.

Andrea: (entschuldigend) “Ich habe versucht, für Dich das Chaos auf meinem Kopf zu bändigen. … Beim Chaos in meinem Kopf habe ich eh keine Chance.”

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Nach dem Waschen der Wäsche in Kilpisjärvi.

Andrea: (zu Ole) ”Ich finde Dich ja jetzt gar nicht mehr nach Geruch, seit das Fleece gewaschen ist.”

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Abreise in Kilpisjärvi. Wir hatten gerade unser Dankeschön in Form von Schokolade übergeben und waren mit der jungen Frau an der Rezeption ins Gespräch gekommen.

Junge Frau: “It is inspiring that not only people in their twenties do these kinds of trips”.

Andrea: (zu Ole, hinterher) “How does she know that I am not in my twenties?”

3 Gedanken zu “62. Best of Sprüche

  1. Hallöchen,
    …ja, diese coolen und lustigen Sprüche erfreuen einen beim Lesen ….und dann ließ sich vielleicht auch Regen, Kälte, Matsch…..besser ertragen….und besser lesen; schön euer Humor 🙂
    Wo seid ihr jetzt eigentlich? Im Wellness Hotel oder auf den Malediven :-)???
    Egal wo – herzliche Grüße
    Jutta

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